Mannheim Tornados - Heidenheim Heideköpfe 4:1
Serie 1:0
Es war wie erwartet das größte Baseballfest, das Heidenheim in seiner Vereinsgeschichte erlebt hat. Vor einer Rekordkulisse wurde das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen und es war ein hochklassiges und spannendes Spiel - leider mit dem besseren Ausgang für Mannheim.
Dass Mannheim gewinnen konnte (4:1) lag an einer kurzen Unkonzentriertheit der Heidenheimer Defensive im 4. Inning, die Mannheim zur 2:1 Führung ausnutzte. Im Anschlussinning wurde die etwas konsterniert wirkenden Heideköpfe klassisch ausgekontert und so war Ende des fünften Innings auch der Endstand schon auf der Anzeigetafel zu lesen.
Es war das erwartete Pitcherduell, dass aber ganz klar an Martin Dewald ging. Apropos Martin Dewald. Ich glaube nicht, dass die Heideköpfe allen Ernstes glaubten, Dewald würde ausgerechnet im Finale fehlen. Dieser Ente können sie nicht aufgesessen sein. Und wenn Dewald die Bonusmeilen ausgepackt hätte, diese Serie hätte auf jeden Fall mit ihm stattgefunden.
Dass es gegen ihn schwer werden würde, war klar. Immerhin hat er alle seine Spiele in den Playoffs gewonnen. Und so kam auch der Heidenheimer Angriff nie zu seiner gewohnten Stärke. Selten erreichte ein Heidenheimer Angreifer die erste Base. Dabei begann das Spiel erwartugsvoll: nach Hit von Lilly und Gruber gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Der Ballpark kochte, aber niemand konnte ahnen, dass dies das einzig zählbare für Heidenheim war.
Auf der Gegenseite kamen die Tornados besser mit Markus Winkler auf dem Mound zurecht. Immer wieder gelangen Hits, die aber durch die sichere Heidenheimer Abwehr nicht gefährlich wurden. Bis zu den Innings 4 und 5. Ein paar Leichtsinnsfehler der Heidenheimer Defensive wurden durch die starken Tornados gnadenlos ausgenutzt, und vier Runs waren die Folge.
Heidenheim gab sich aber nicht auf, konnte sich in der Abwehr wieder organisieren und spielte stark. Ein Beispiel war ein Aus an der Homeplate, dem ein grandioser Spielzug vorausging.
Leider konnte der Angriff nicht überzeugen, gegen den unglaublich stark pitchenden Dewald fanden die Heidenheimer kein Mittel. Aber auch die Tornados taten sich im weiteren Spielverlauf schwer. Und so war es das erwartete, aber spannende Pitcherduell.
Im neunten Inning wurde es nochmals laut im Ballpark, als Heidenheim die Bases 1 und 2 besetzen konnte, letztendlich aber durch ein Strikeout und ein Doubleplay auf den Boden der Realität zurückgeholt wurden.
Es war ein Spiel zweier gleich starker Teams, das durch die bessere Chancenausnutzung von Mannheim verdient gweonnen wurde. Aber als Heidenheimer Fan muss man keineswegs von der Leistung des Teams enttäuscht sei. Das geht noch besser.
Und beim morgigen Spiel 2 kann die Welt schon ganz anders aussehen. Noch hat Heidenheim 4 Begegnungen, um den Titel an die Brenz zu holen.
Bis morgen - mit Dusty Bergman auf dem Mound !